Reis kochen im Sieb: Die NDR-Methode für jeden Topf

Reis wird oft unterschätzt. Dabei ist er mehr als nur eine Beilage – er kann das Herzstück einer ganzen Mahlzeit sein. Doch wer kennt es nicht: Der Reis klebt, wird matschig oder brennt sogar an. Genau hier kommt eine ungewöhnliche, aber geniale Methode ins Spiel, die durch den NDR bekannt wurde – Reis kochen im Sieb. Einfach, clever und für jeden Topf geeignet!

Was ist die Sieb-Methode?

Die Sieb-Methode klingt erst mal ungewöhnlich. Aber sie ist extrem praktisch. Statt den Reis direkt im Topf zu garen, kochst du ihn wie Pasta – in einem Sieb im Wasserbad. Der große Vorteil: Kein Anbrennen, kein Kleben. Und das Ergebnis ist locker-flockiger Reis, der richtig gut schmeckt.

Welche Vorteile hat das Kochen im Sieb?

Du fragst dich vielleicht: Warum die Mühe mit dem Sieb? Hier sind gute Gründe:

  • Kein Anbrennen: Du brauchst dich nicht ständig ums Umrühren kümmern.
  • Perfekte Konsistenz: Der Reis wird gleichmäßig gar und bleibt schön locker.
  • Jeder Topf funktioniert: Egal ob Edelstahl-, Emaille- oder Antihaft-Topf – du brauchst nur einen passenden Dämpfeinsatz oder ein Metallsieb.
  • Kein Abwiegen nötig: Die Wassermenge ist nicht kritisch, du gießt einfach genug Wasser auf.

So funktioniert die Methode Schritt für Schritt

Du brauchst nicht viel. Nur einen Topf, ein hitzebeständiges Sieb (idealerweise aus Edelstahl) und natürlich Reis. Hier die Anleitung:

  • 1. Reis abspülen: Spüle 200–300 g Reis gründlich unter kaltem Wasser, bis das Wasser klar ist. So entfernst du überschüssige Stärke.
  • 2. Wasser erhitzen: Fülle einen großen Topf zur Hälfte mit Wasser und bring es zum Kochen.
  • 3. Sieb einsetzen: Gib den Reis in ein feinmaschiges Metallsieb und setze es so in den Topf, dass es im Wasser hängt, aber nicht den Boden berührt.
  • 4. Deckel auflegen: Decke den Topf leicht ab – es muss Dampf entweichen können.
  • 5. Garzeit: Lasse den Reis zwischen 20 und 25 Minuten bei sanftem Kochen dämpfen. Der Reis nimmt das Wasser auf, ohne zu verkochen.
  • 6. Ruhen lassen: Nach der Zeit das Sieb herausnehmen und den Reis 5 Minuten ruhen lassen. Danach mit einer Gabel auflockern.
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Welche Reissorten eignen sich?

Die Methode funktioniert besonders gut mit:

  • Basmati-Reis: Locker, aromatisch und perfekt für asiatische Gerichte.
  • Langer weißer Reis: Schlicht und vielseitig.
  • Vollkornreis: Braucht etwas länger, wird aber ebenfalls wunderbar locker.

Bei Rundkornreis für Risotto oder Sushi solltest du lieber auf andere Gartechniken zurückgreifen. Der muss kleben, und das klappt im Sieb nicht so gut.

Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

Auch bei der Sieb-Methode kann mal was schiefgehen. Hier die Top-Fehler – und wie du es besser machst:

  • Das Sieb liegt auf dem Topfboden: Dann klebt der Reis fest. Achte darauf, dass das Sieb etwas im Wasser schwimmt.
  • Deckel ganz schließen: So kondensiert der Dampf und tropft ins Sieb zurück. Lege den Deckel nur locker auf.
  • Zu wenig Wasser: Kontrolliere bei längerer Garzeit, ob noch genug Wasser im Topf ist.

Funktioniert das auch bei großen Portionen?

Ja, aber achte darauf, dass dein Sieb groß genug ist. Die Reiskörner brauchen Platz, um gleichmäßig zu garen. Bei größeren Mengen empfehlen sich Dämpfeinsätze aus dem Asia-Laden oder sogar Bambuskörbe mit Topfeinsatz.

Fazit: Einfach, locker und gelingsicher

Die NDR-Methode ist kein Trend, sondern eine echte Alltagsvereinfachung. Ob für die schnelle Reisschüssel oder das feine Curry – mit dem Reis im Sieb wird’s gleich viel entspannter. Probier es aus – du wirst überrascht sein, wie gut und einfach Reis gelingen kann.

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Lena M.
Lena M.

Lena M. ist eine leidenschaftliche Köchin und Food-Bloggerin aus Freiburg. Mit ihrem erstaunlichen Talent für die Kreation innovativer Rezepte inspiriert sie ihre Leser, gesunde und köstliche Mahlzeiten zuzubereiten. Sie ist besonders an der Kombination traditioneller und moderner Kochtechniken interessiert.